Minden, 28.10.2019
Pressemitteilung
Versöhnungsbund fordert Freilassung und medizinische Behandlung der ägyptischen Journalistin Ezraa Abd Al-Fattah.
Der Deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes fordert die Freilassung und medizinische Behandlung der verhafteten und gefolterten ägyptischen Journalistin Ezraa Abd Al-Fattah.
Im Jahre 2012 hatte eine Delegation des Internationalen Versöhnungsbundes, bestehend aus Mitgliedern aus sechs europäischen Staaten, die „Ägyptische Demokratische Akademie“ in Kairo und deren Mitarbeiterin Ezraa Abd Al-Fattah besucht.
Über die Nachrichten-Schau der deutschen Botschaft in Kairo war vor wenigen Tagen zu erfahren, dass Ezraa Abd Al-Fattah. am 13. Oktober 2019 von der Obersten Staatsanwaltschaft für StaatsSicherheit in Ägypten nach einer Demonstration verhaftet und für 14 Tage ins Gefängnis gebracht wurde.
Weil sie sich weigerte, die PIN-Nummer ihres Mobiltelefons preiszugeben, wurde sie nach Angaben ihrer Anwälte zunächst geschlagen und dann gefoltert, bis sie die Nummer nannte. Anschließend wurde sie zu den Kontakten ihres Mobiltelefons
verhört. Aus Protest gegen die erlittene Folter ist Ezraa Abd Al-Fattah nach Angaben ihres Anwaltes Khaled Ali in einen Hungerstreik getreten.
Der deutsche Zweig des Internationalen Vesöhnungsbundes ruft vom 30.10. bis 1.11. zu einer internationalen Fastenaktion in Solidarität mit Ezraa Abd Al-Fattah auf und fordert die umgehende Freilassung sowie medizinische Behandlung der Journalistin.
Über das Einzelschicksal von Erzaa Abd Al-Fattah hinaus möchte der Versöhnungsbund mit dieser Fastenaktion auch auf das Schicksal vieler weiterer politischer Gefangener in ägyptischen Gefängnissen aufmerksam machen, die derzeit ebenfalls unschuldig unter unmenschlichen Haftbedingungen leiden und deren Freilassung der Versöhnungsbund fordert.
Dem Internationalen Versöhnungsbund gehören rund 100 000 Mitglieder in 50 Staaten der Erde an. Sechs Friedensnobelpreisträgerinnen und  Friedensnobelpreisträger gingen aus dem 1914 entstandenen Verband hervor, darunter Dr. Martin Luther King. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.
Kontakt und Ansprechperson für die Presse:
Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes
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