Montag, 23. November  - Sonntag, 20. Dezember

erschüttert

Einschläge, die alles ändern

    Eine Ausstellung von Till Mayer 
und Handicap International

Der mehrfach ausgezeichnete Bamberger Journalist und Fotograf Till Mayer hält seit vielen Jahren die Langzeitfolgen von Konflikten und ihre Ursachen in seinen Fotos und Reportagen fest. Dabei arbeitet er häufig eng mit Handicap International, dem Roten Kreuz/Roten Halbmond und anderen Hilfsorganisationen zusammen. 

Die Protagonisten der Ausstellung von Till Mayer und Handicap International haben eines gemeinsam, ihre Leben wurden durch den Krieg erschüttert. Da ist der Bauer aus dem Kongo, der bei der Explosion einer Granate ein Bein verliert. Die alte Frau aus der Ostukraine aus dem Dorf nahe der Frontlinie, in dem fast nur noch Greise geblieben sind. Oder das Mädchen im Irak, das ein Bein, den Bruder, die Mutter verliert, weil Kämpfer ihre Heimat Mossul mit Sprengsätzen verseucht haben.

Die Explosionen von Bomben und Granaten erschüttern ein Leben lang. Weil Beine und Arme nicht nachwachsen können, geliebte Menschen nicht wiederkehren. Weil die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, wenn die Seele tief verletzt ist. Also wieder nur traurige Geschichten aus einer chaotischen und grausamen Welt? Nein. Denn trotz ihrer Schicksalsschläge sind die Menschen nicht selten Mutmacher. Und Mahner gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung.

Die Ausstellung ist während der Büro - Öffnungszeiten des Antikriegshauses montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 12 bis 16 Uhr zu sehen. Der Zugang zur Ausstellung ist nur nach telefonischer Voranmeldung unter 05175-5738 im Rahmen der gültigen Hygienevorschriften möglich.

Am Sonntag, 6. Dezember um 16 Uhr gibt es die Möglichkeit, per Video-Konferenz an einem Einführungsvortrag von Till Mayer teilzunehmen Der Link dafür kann per E-Mail beim Antikriegshaus unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.

  

 

Der Weg der Erinnerung in Bergen-Belsen wird erneuert

Sommer- bzw. Corona-Pause? Nein, die AG Bergen-Belsen und Jugendliche der Kirchen-gemeinde in Bergen mit ihrer Diakonin
Sonja Winterhoff haben sich engagiert, berichtet Elke von Meding, Vorsitzende der AG Bergen-Belsen. "Von der Rampe bis zum ehemaligen Lagereingang gab es auf dem Radweg eine weiße Linie, die vor ein paar Jahren von mehreren Workcamps hergestellt wurde. Diese Linie war mittlerweile verblasst." Als in diesem Jahr die Jugendlichen nach einer sinnvollen Aufgabe suchten, schlug ihnen Elke von Meding die Erneuerung dieser weißen Linie vor. Das wurde gerne aufgegriffen und in den letzten Tagen das Projekt begonnen.

Am ersten Tag fand eine Einführung in das Thema mit Informationen zur Rampe und einer Führung in der Gedenkstätte durch Elke von Meding und Moritz Thies vom Anne-Frank-Haus in Oldau statt. Die wenigen Tage, die eingeplant waren, reichten nicht aus für den ganzen 5 km langen Weg, aber die Aktion soll fortgesetzt werden. In der Zwischenzeit wollen sie sich die Jugendlichen weiter mit dem Thema auseinandersetzen. Geplant sind Infotafeln mit Zeitzeugentexten an vier Stationen: 1. Rampe (Beginn des Weges), 2. im Dorf Belsen, wo manche Kolonnen in den "Mastenweg" abgebogen sind, 3. gegenüber den Kasernen und 4. am ehemaligen Lagereingang (Ende des Weges). Elke von Meding hat den Jugendlichen Text-Vorschläge gemacht, die sie nun diskutieren wollen. Die AG Bergen-Belsen will die Infotafeln finanzieren. Außerdem wird überlegt, wie der Weg z. B. mit digitalen Mitteln (QR-Codes) interessant gestalten könnten. 
"Wenn man die Fotos anschaut, denkt man: "Was mag den jungen Menschen wohl durch den Kopf gehen?" Ein außerschulischer Lernort - auch in Corona-Zeiten möglich," sagt Elke von Meding.

Zum Bericht in der "Celleschen Zeitung"

AGDF und EAK: Hiroshima mahnt zur atomaren Abrüstung

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) haben anlässlich des 75. Jahrestages des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima die Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, den UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen und alles dafür zu tun, dass die letzten Atomwaffen in Deutschland in Büchel in der Eifel endlich abgezogen werden.
„Die vielen Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren mahnen uns, alles zu tun, um eine atomwaffenfreie Welt zu erhalten", macht Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer deutlich. Und sein EAK-Kollege Wolfgang M. Burggraf betont: „Es ist höchste Zeit, dass nach den biologischen und chemischen nun endlich auch die atomaren Massenvernichtungswaffen geächtet werden."

Unterkategorien