Sonntag, 11. Oktober 2020, 16.00 Uhr

Swantje Michaelsen – Verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN in der Regionsversammlung
VERKEHR(T) – bitte wenden !

Online aus den Räumen des Antikriegshauses:

Raum ist in Städten und Gemeinden eine knappe Ressource, egal ob beim Wohnen oder auf den Straßen. Bislang waren meist die Autos Sieger im Verteilungskampf um den Straßenraum. Sie beanspruchen beim Fahren und Stehen deutlich mehr Platz als etwa Straßenbahnen, Fahrräder oder diejenigen, die zu Fuß gehen.

Weniger Autos schaffen Spielräume für lebenswertere Orte – und sind ein Beitrag gegen den Klimawandel. Aus diesem Grund rückt die Frage, wie Verkehr so gestaltet werden kann, dass wir alle davon profitieren, auf der politischen Tagesordnung weit nach oben. Gleichzeitig ruft der Abbau von Privilegien, die Autos im Verkehr noch genießen, deutlichen Widerstand hervor.

Wie die Nutzung öffentlicher Räume den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken kann und welche Rolle dabei der fahrende und ruhende Individualverkehr spielt – darüber werden wir mit Swantje Michaelsen vom Grünen Regionsverband sprechen.

Wie bei den bisherigen drei Veranstaltungen der Reihe "Zukunft geht. Anders!" wird auch diesmal live und online übertragen. Interessenten melden sich bitte am 11.10. um 16 Uhr unter https://us02web.zoom.us/j/81563933421  (ZOOM-Konferenz mit Beteiligungsmöglichkeit) bzw. auf   (ohne Beteiligungsmöglichkeit) an. Eine Anfrage für den link über unsere E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist bis eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle vier Vorträge der Reihe gibt es jeweils als ca. halbstündigen Film auf unserer Homepage antikriegshaus.de

 

Das Antikriegshaus kritisiert die Festsetzung des deutschen Seenotrettungsschiffes Sea-Watch4.

In der Nacht zum Sonntag wurde das Seenotrettungsschiff 'Sea-Watch 4 powered by United4Rescue' von den italienischen Behörden im Hafen von Palermo festgesetzt. Als Bündnispartner von United4Rescue setzt sich das Antikriegshaus für die sofortige Freilassung des Schiffes ein. Die "Sea-Watch 4" war seit August im Einsatz. Sie liegt im Hafen von Palermo, nachdem sie am 2. September 353 gerettete Menschen an eine Quarantänefähre übergeben hatte. Nach einer elfstündigen Inspektion der italienischen Hafenkontrolle ist die "Sea-Watch 4" in Palermo festgesetzt worden. Tatsächlich erfüllt das Schiff alle Sicherheitsvorgaben des deutschen Flaggenstaates, wie die deutschen Behörden Sea-Watch erst im Juli bestätigt haben. Mit der Sea-Watch 4 wird zum fünften Mal ein ziviles Rettungsschiff an der Rückkehr in den Einsatz gehindert. Diese Inspektionen sind politisch motiviert und dienen allein dem Zweck, Rettungsoperationen zu verhindern.

Gemeinsam mit United4Rescue fordert das Antikriegshaus die italienischen Behörden auf, die Sea-Watch 4 umgehend freizulassen - und das Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung!

Hannelore Köhler
Genuss ohne Reue – Essen für das Klima

Hat die Art, wie wir uns ernähren, Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht und auf den Klimawandel? Ja, hat sie, und das ist ein Problem.
Durch die Art, wie wir uns ernähren und wie wir konsumieren, tragen wir entweder etwas zur Lösung des Problems bei oder zu seiner Verschärfung. Und das jeden Tag. Wo kommen beispielsweise unsere Lebensmittel her? Wie viele Transportkilometer haben sie auf dem Buckel, bevor sie auf unserem Tisch landen? Die berühmten Erdbeeren und Weintrauben im Februar sind jedenfalls geeignet, das Problem massiv zu verschärfen!
Was wächst eigentlich wann in unserer Region? Wissen wir das überhaupt noch? Und wie kommen wir an regionale Lebensmittel? Darum soll es gehen.
Natürlich muss politisch viel mehr geschehen, als das zurzeit der Fall ist, aber gerade beim Thema Ernährung kommt es auch sehr auf unser persönliches Verhalten an. Wir haben als Verbraucher und Verbraucherinnen viel mehr Macht, als wir denken!

Nur Online-Teilnahme

Das Antikriegshaus Sievershausen versucht sich mithilfe der Stiftung Leben&Umwelt an einem neuen Format. Wir wollen allen interessierten Menschen die Möglichkeit geben, über das Internet die Vorträge anzuhören. Dabei sind keine besonderen technischen Voraussetzungen erforderlich, lediglich ein Computer mit Internetverbindung und Sprachausgabe, so wie heute üblich. Wer teilnehmen möchte, sollte sich per mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden und bekommt dann einen link zugeschickt, über den die Einwahl in die Veranstaltung erfolgt. Anmelden kann man sich bis eine Stunde vor der Veranstaltung. Die Teilnahme ist kostenlos. Geplant ist, den (bearbeiteten) Vortrag wie die zwei bisherigen auch später noch über unsere Homepage abrufen zu können.

Die Veranstaltungsreihe findet statt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben & Umwelt (Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen) und wird unterstützt durch den Fonds Frieden stiften der Ev. -luth., Landeskirche Hannovers.

FARBEN DES KRIEGES FÜR DEN FRIEDEN

Vernissage zur Ausstellung am 18.9.
um 18 Uhr im Antikriegshaus

Ravo Ossman wurde in Shingal, Irak  geboren. 1992 schloß er sein Kunststudium in Mossul ab. Ab 2005 stellte er im Irak aus. 2009 immigrierte er nach Italien. Es folgten Ausstellungen in Rom, Venedig und Bozen sowie 2016 eine Gemeinschaftsausstellung im EU-Parlament in Brüssel.

Seit 2016 wohnt er in Hannover und zeigte eine erste Ausstellung in Deutschland.

Die meisten Arbeiten des Künstlers Ravo Ossman veranschaulichen die Bräuche, Traditionen und Leiden der Menschen der êzîdischen Religion im Nordirak. Seine frühen Werke zeichnen sich durch einen realistischen Stil, der Neigung zum Impressionismus aus, bei dem die Schönheit der Farben und das tägliche Leben, folkloristische Kostüme und traditionelle Anlässe zum Ausdruck gebracht werden. Mit dem Angriff des IS und dem Völkermord gegen die Êzîden im Nordirak veränderte sich sein Malstil hin zum Surrealismus. In seinen künstlerischen Arbeiten stellt er eindrucksvoll die Atmosphäre des Krieges und des Leidens der Menschen dar.

Beginn der Vernissage ist um 18 Uhr. Der Fernsehmoderator Yilmaz Pêskevin wird den Künstler vorstellen und mit ihm über seine Bilder sprechen (in kurdisch und deutsch).

Wegen der Corona-Beschränkungen wird die Veranstaltung vor dem Eingang des Antikriegshauses stattfinden.

Die Ausstellung ist bis zum 16.10. zu den normalen Öffnungszeiten (mo-fr 10 - 17 Uhr) des Antikriegshauses zu sehen. Besucher werden gebeten sich telefonisch (05175-5738) anzumelden.

Weiter Flüchtlinge aufnehmen, aber auch Fluchtursachen in den Blick nehmen

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden

Fünf Jahre nach dem „Flüchtlingssommer“, fünf Jahre nach dem „Wir schaffen das!“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die Bundesregierung aufgefordert, weitere Anstrengungen zur Aufnahme von Flüchtlingen zu unternehmen, gleichzeitig aber auch die Bekämpfung der Fluchtursachen stärker in den Blick zu nehmen.
„Deutschland hat seit 2015 viele Geflüchtete aufgenommen, das ist eine Erfolgsgeschichte“, betont Jan Gildemeister. Doch nach wie vor seien Millionen von Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Krieg, Verfolgung, Hunger und Armut. „Diese dürfen nicht aus dem Blick verloren werden, sondern auch sie brauchen unsere Hilfe und Unterstützung“, macht der AGDF-Geschäftsführer deutlich. Vollständige PM

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