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EKD-Ratsvorsitzende: Gerade in Kriegszeiten ist es wichtig, auch nach zivilen Wegen zum Frieden zu suchen

Die EKD-Ratsvorsitzende und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat die Arbeit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) gewürdigt. In einem Grußwort, das per Video an die Mitgliederversammlung der AGDF, die in Dortmund tagte, übermittelt wurde, machte sie deutlich, dass gerade in Zeiten einer militärischen Aufrüstung es auch wichtig sei, nach zivilen Wegen zum Frieden zu suchen und nicht zu eng vom Frieden zu reden. Es gehe um ein Shalom, das mehr sei als das Schweigen von Waffen.

Die EKD-Ratsvorsitzende unterstrich, dass es gerade in diesen Zeiten als Friedensbewegte, als Friedensbesorgte, als Christinnen und Christen, aber auch als Mitglieder einer wachen Zivilgesellschaft wichtig sei, um den Frieden zu ringen. „Wir müssen im Gespräch bleiben. Denn es gilt mehr denn je, Perspektiven zu teilen, Kräfte zu bündeln, aber auch Dissense auszutragen und gemeinsam aktiv zu werden“, machte Annette Kurschus deutlich. Die AGDF tue dies in vorbildlicher Weise, betonte die Ratsvorsitzende.

Der 24. Februar 2022 habe friedensethische Gewissheiten ins Wanken gebracht, gab die westfälische Präses zu bedenken. Angesichts des unsäglichen Krieges Russlands gegen die Ukraine sei die evangelische Kirche gezwungen, bei allen Gemeinsamkeiten neu darüber zu streiten, ob und inwieweit in diesem völkerrechtswidrigen Krieg der Einsatz und die Lieferung von Waffen geboten sei. Sie habe sich für gut abgewogene Militärhilfen an die Ukraine ausgesprochen, aber zugleich auch die Notwendigkeit betont, nach jeder noch so kleinen Möglichkeit für Verhandlungen zu suchen und diese zu nutzen, meinte die EKD-Ratsvorsitzende. „Und ich habe zugleich auch stets Respekt bekundet und eingefordert für diejenigen, die auch und gerade jetzt kein Ja zu Waffen und Waffenlieferungen sagen können. Dabei bleibe ich, wie auch bei meiner Überzeugung, dass nie der Krieg, sondern nur der Frieden gewonnen werden kann“, machte Annette Kurschus deutlich. Angesichts der andauernden Diskussionen um weitere Waffenlieferungen sei sie irritiert, dass die viel grundsätzlichere Frage, wann die Waffen denn wieder schweigen könnten, kaum noch auftauche, mahnte die EKD-Ratsvorsitzende. „Sind wir weniger ungeduldig geworden für den Frieden?“, fragte sie in ihrem Grußwort.

Dabei hinterfragte sie auch die geplanten Haushaltskürzungen in den Bereichen der Friedens- und Freiwilligendienste. „Ausgerechnet jetzt?“, so Annette Kurschus und bezweifelte, ob dies der richtige Weg sei. „Gemeinsam stark in Krisen“, so lautete das Motto des Studientages der AGDF im Rahmen der Mitgliederversammlung in Dortmund. „Das Handeln der AGDF wird von Hoffnungsperspektiven bestimmt. Das sind der Gedanke an ein Shalom am Heilsein von Menschen, Gemeinschaft und Schöpfung, aber auch das Verständnis von Menschenwürde als Grundlagen für Friedenshandeln. Und schließlich auch die verlässliche Arbeit an einer Kultur des Friedens“, machte die AGDF-Vorsitzende Christine Busch deutlich. Den alltäglichen Erfahrungen von Unfrieden, Ungerechtigkeit und Gewalt stehe aber auch ein starker Resilienz-Gedanke gegenüber, fügte sie hinzu. „Doch das Vertrauen auf die Kraft der Gewaltfreiheit, die Solidarität mit den Opfern, der Geist der Hoffnung und der Zusammengehörigkeit über die Grenzen von Herkunft, Kultur und Religion hinweg machen frei, weiterzugehen auf dem Weg des Friedens“, so Christine Busch.

Das Selbstverständnis der AGDF als Dachverband mit der Zielsetzung „Dienst für den Frieden“ verbinde drei Ebenen: evangelische Kirchen, ökumenische Bewegung und internationale Menschenrechtsarbeit. Als Fachverband für Friedensarbeit und Friedenspolitik ziele die AGDF auf Qualifizierung und Aktualisierung christlichen Friedenshandelns, sie berufe sich auf enge Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den Kirchen sowie auf die im Gegenüber zu den verfassten Kirchen eigenen Aufgaben und Arbeitsfelder, betonte die AGDF-Vorsitzende in Dortmund.

Bei der Mitgliederversammlung der AGDF wurde der Vorstand des Friedensverbandes um zwei Beisitzende verstärkt. Gewählt wurden in Dortmund als neue Vorstandsmitglieder Megan Rosenwink, die Geschäftsführerin von Mennonite Voluntary Service – Christliche Dienste, sowie Elvin Hülser, der Geschäftsführer der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen - Antikriegshaus. Die nächsten regulären Vorstandswahlen sind im nächsten Jahr.

Die Mitgliederversammlung bat schließlich angesichts der kritischen Situation der Freiwilligendienste und derbreiten öffentlichen Diskussion den Rat der EKD, wieder eine oder einen Beauftragten für Freiwilligendienste zu berufen.

 

 

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