Internationales ICJA-Workcamp 2024

Sievershausen 05.08. - 19.08.2024

Das Projekt

Das Friedenszentrum Sievershausen wurde vor über 50 Jahren in Räumlichkeiten der evangelischen Kirchengemeinde gegründet. Dort entstanden zur Zeit des Vietnamkrieges die Antikriegswerkstatt, später kamen ein Seminarhaus mit Mehrbettzimmern und Gruppenräumen und das weithin bekannte „Antikriegshaus Sievershausen“ hinzu. Die Einrichtung umfasst mittlerweile ein Ensemble von mehreren Gebäuden, die zusammen mit einer mehr als 1000 Jahre alten Kirche am Rand des Dorfes in einem parkähnlichen Gelände gelegen sind. Das Antikriegshaus zeigt mit seinem vielfältigen Programm, dass Friedensarbeit politische, historische, pädagogische und kulturelle Aspekte hat. Hier finden regelmäßig Ausstellungen, Vorträge, Autorenlesungen, Musik-, Theater- und Kleinkunstaufführungen statt. Die friedenspädagogischen Angebote des Seminarbereiches umfassen Unterrichtseinheiten und Trainings für Schulklassen und Konfirmandengruppen zu aktuellen und geschichtlichen Themen. Weitere Infos hier: www.antikriegshaus.de

Handwerkliche und kreative Arbeit

Das Antikriegshaus liegt am Rand eines ehemaligen Schlachtfeldes. Hier fand vor 471 Jahren eine außergewöhnlich blutige Schlacht statt. Analog zum bekannten Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ gestalten wir „Schlachtfelder zu Spielfeldern“ um. Die Teilnehmenden des Workcamps werden Elemente dieses Spielfeldes neu gestalten.

Wer daneben auch kreative Arbeit schätzt, wirkt unter fachkundiger Anleitung an einem Kunstprojekt mit. Thema in diesem Jahr die Versöhnungsarbeit der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry sein.

Der Studienteil

Als Einführung in die Friedensarbeit erhalten die Teilnehmenden ein Basistraining in Gewaltfreier Konfliktbearbeitung durch den hauptamtlichen Trainer des Antikriegshauses Maik Bischoff. Auch wird die Achtung der Menschenrechte in Zeiten von Krieg und Klimawandel thematisiert, und wir besuchen die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen. 

Freiwillige haben die Möglichkeit zur Begegnung mit jungen Menschen und Familien in der Region. An einem Abend lädt die Gruppe zu einem Abend der Begegnung in die Räume des Friedenszentrums ein.

Samstag, 24. Februar 2024, 17 Uhr

Verleih uns Frieden gnädiglich

Musikalisches Friedensgebet in der St. Martinskirche Sievershausen mit dem Kirchenchor St. Maria aus Sehnde

Am 24. Februar jährt sich der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine bereits zum 2. Mal. Ein Ende dieses mörderischen Vorgehens gegen das Nachbarland ist nicht abzusehen. Das Nagelkreuzzentrum Sievershausen lädt aus diesem Anlass am Samstag, 24.2.24, 17 Uhr zu einem musikalischen Friedensgebet viel Musik, Texten und Gemeindeliedern in die St. Martinuskirche Sievershausen ein. Unter dem Titel „Verleih uns Frieden gnädiglich“ singt der Kirchenchor St. Maria aus Sehnde Lieder, Kanons und Chorsätze zum Thema ‚Frieden‘ aus verschiedenen Jahrhunderten. Das Friedensgebet soll auch an den Krieg in Israel und Palästina erinnern und die Bitte um Frieden vertiefen.

 

Eine Veranstaltung mit Tobi Roswog am 17. November um 19.30 Uhr

Die Stadt Ronnenberg und der Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg (FER) laden anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages 2024 zu zwei Veranstaltungen ein.
Mittwoch, 24. Januar 2024 um 19.30 Uhr im Gemeinschaftshaus Ronnenberg, Weetzer Kirchweg 3 Bürgermeister Marlo Kratzke wird an diesem Abend das Gedenken mit einer Ansprache eröffnen.
Zu Gast ist Rabbiner Dr. Gábor Lengyel aus Hannover. Als Kind überlebte er im Budapester Getto. Im Gespräch mit dem Journalisten und Buchautor Peter Hertel (FER) berichtet der israelische Staatsangehörige über sein Leben sowie über Erfahrungen in seinen aktuellen Tätigkeiten zur Verständigung. U.a. lehrt der Pionier des christlich-muslimisch-jüdischen Dialogs als Gastdozent am Islamkolleg in Osnabrück, an dem moslemische Imame ausgebildet werden.
Musikalisch begleitet wird der Abend durch den Geiger Karl Sousa (Enschede/NL), der Werke von fünf jüdischen Komponisten spielt.
Bei der zweiten Veranstaltung wirkt die Marie-Curie-Schule (MCS), die KGS Ronnenberg, mit. Freitag, 26. Januar 2024 um 14.00 Uhr, am Mahnmal der Stadt Ronnenberg in Ronnenberg, Am Weingarten
Die Stadt Ronnenberg und der Förderverein Erinnerungsarbeit legen einen Kranz und Blumen nieder. Nach den Ansprachen des stellvertretenden Bürgermeisters Uwe Buntrock und des MCS- Schulleiters Kay Warneke, befassen sich Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte des Holocausts, geben Infos zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und über die Ronnenberger, die dort ermordet wurden. Außerdem behandeln sie die Notwendigkeit von Gedenktagen und der Gedenkarbeit im aktuellen Kontext sowie die Verantwortung auch der jungen Generation.

 

 

OBEN

START

Bushra ist Gründer/Chef der sudanesischen MR-NGO HUDO Center, seit 2013 Sitz in Kampala/Uganda, weil er aus dem Sudan fliehen musste wegen Tötungs Drohung durch den sudanesischen Geheimdienst NISS. HUDO wurde dann neben der AI-ähnlichen MR-Aktivität in den ugandischen Flüchtlings-Siedlungen Kiryandongo und danach Bidi-Bidi aktiv und sah dort den medizinischen Versorgungsmangel. Er initiierte unsere Sammlungs- und Transport-Aktion indem er mich 2015 danach fragte, wir kannten uns seit 2013. HUDO ist für diese Aktion unser unmittelbarer Partner in Uganda und damit die Vermittlung zu allen beteiligten ugandischen Stellen.

 

Frieden lernen
und erleben

 

 Der Friedensort
Antikriegshaus Sievershausen 
ist ein anerkannter Friedensort
der 
Evangelisch-lutherischen
Landeskirche Hannovers

Combatants for Peace
Sievershäuser Ermutigung 2024