Pressemitteilung der Evangelischen Friedensarbeit

EAK- und AGDF-Kritik an deutscher Afghanistan-Politik: Realität wird „weitgehend ausgeblendet“

Die evangelische Friedensarbeit hat die deutsche Afghanistan-Politik scharf kritisiert. „Wenn man auf das gerade verlängerte Afghanistan-Mandat der Bundeswehr blickt, so hat man das Gefühl, dass die Bundesregierung hier die Realität weitgehend ausblendet und sich noch immer keine Gedanken über Ausstiegs-Strategien gemacht hat“, kritisieren die Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK), Jan Gildemeister und Wolfgang M. Burggraf. Mehr 

Vorläufig keine Treffen und Veranstaltungen

Als Folge der Epidemie werden auch bei uns zumindest bis zum 19. April keine Arbeitskreise, Sitzungen und Veranstaltungen stattfinden. Konkret betroffen sind u.a. die Nagelkreuzandachten und damit auch die Friedensandacht in der Marktkirche Hannover am 2. April. Auch ausfallen wird der nächste Dorftreff mit Pflanzentauschbörse am 4. April, ebenso der für diesen Termin geplante Putztag. Die Ostermärsche (10.-12. April) finden allenfalls virtuell statt, hier ist Erfindungsreichtum gefragt. 

Die Gedenkveranstaltungen anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Bergen-Belsen wurden auf das kommende Jahr verschoben, bezüglich der "Lichter auf den Schienen", die am 15.4. von der AG Bergen-Belsen entzündet werden sollen, ist noch keine endgültige Absage erfolgt.

Alle Veranstaltungen mit Schulen fallen bis zum Ende des Schuljahres aus !

Der Newsletter des Antikriegshauses für den Frühling ist online

Bischof Ablon gibt Einblicke in politische Strukturen auf den Philippinen

Am Sonntag war Bischof Antonio Ablon, aktueller Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte, im Antikriegshaus, um über sein Engagement für die Rechte von Indigenen auf der philippinischen Insel Mindanao zu berichten. Vor zehn Jahren wurde Antonio Ablon (43) als Bischof der „Iglesia Filipino Independiente (IFI)“ auf der Insel eingeführt und sich seitdem für die Belange der Lumad in seiner Diözese Pagadian eingesetzt. Deren Land wird von großen Konzernen beansprucht, die einerseits Bodenschätze ausbeuten wollen, aber auch im Agrarsektor tätig sind. 
Die Regierung des rechtspopulistischen Präsidenten Rodrigo Duterte, in dem Ablon anfangs, wie viele Filipinos, sogar einen eher linksorientierten Hoffnungsträger sah, unternimmt vieles, um die Indigenen auf Mindanao aus ihren traditionellen Lebensräumen zu vertreiben. Unter dem Deckmantel der Terror- und Drogenbekämpfung - Mindanao gilt seit vielen Jahren als sozialer Brennpunkt und gefährliche Unruheprovinz - geht das Militär gegen die Einheimischen vor. Bischof Ablon verneint aber entschieden die Existenz muslimischer Terroreinheiten, wie sie auch hierzulande immer wieder in den Medien auftauschen. Alles, was sich in Opposition zur korrupten Politik begebe, und sei es die Kirche, werde schnell zur kommunistischen Bedrohung stilisiert, so Ablon. Und die eigentliche Macht im Staat bleibe letztendlich doch das Militär.

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