|
|
Friedensgebete im
Die Sievershäuser NK-Andachten sind in den Kontext der Friedensgebete in der Gesamtkirchengemeinde Lehrter Land eingebettet. Die nächste Nagelkreuzandacht findet am Freitag, 6. Februar um 18 Uhr
|

Freitag, 6. Februar, 18 Uhr
Freitag, 20. Februar, 18 Uhr
Am Freitag, 8. August um 19 Uhr, im Anschluss an die Nagelkreuzandacht, die um 18.00 Uhr beginnt, kommt Professor Dr. h.c. Gerd Biegel aus Braunschweig auf Einladung des Arbeitskreises Ortsgeschichte zu einem Vortrag über den Friedenskaiser Lothar III nach Sievershausen ins Antikriegshaus.
Im Jahr 2025 ist ein für die Region Braunschweig und Niedersachsen bedeutsames historisches Jubiläumsdatum. Vor 900 Jahren, im August 1125, wurde der Sachsenherzog Lothar von Süpplingenburg in Mainz zum römisch-deutschen Kaiser gewählt. Den zur Wahl versammelten Fürsten waren drei mögliche Kandidaten zur Entscheidung präsentiert worden. Dabei kam es zu heftigen Kontroversen und wilden Diskussionen. Nach einer insgesamt recht turbulent verlaufenden Debatte wurde schließlich der Süpplingenburger, Herzog Lothar von Sachsen, gewählt, sehr zum Unmut der Stauferanhänger. Mit dieser Entscheidung aber hatte sich eindrucksvoll erwiesen, dass nicht erbrechtliche Legitimation und dynastisches Anspruchsdenken, wie vom staufischen Kandidaten reklamiert, die Thronfolge im römisch-deutschen Königtum bestimmten, sondern die Wahl durch die Fürsten. Weniger die Person des Gewählten als vielmehr die deutliche Bestätigung des fürstlichen Wahlprinzips, die daraus sich ableitenden Konsequenzen und Folgen für das Verhältnis sowie die Abhängigkeiten zwischen Fürsten und Königtum machten den Herrscherwechsel von 1125 zu einer weit reichenden Zäsur in der Reichsgeschichte.
Für die braunschweigische und niedersächsische Regionalgeschichte bahnte sich mit den Ereignissen im Umfeld der Mainzer Wahl und den Entscheidungen des bayrischen Herzogs Heinrich des Schwarzen eine Zukunftsentwicklung an, deren Wirkungsmächtigkeit die Geschichte des Landes bis 1918 maßgeblich prägen sollte, zu diesem Zeitpunkt in ihrem Ausmaß für die Zeitgenossen keineswegs absehbar war. Mit Lothar III. verbunden war der Weg der Welfen nach Norddeutschland und der Traum in der Nachfolge der Salier von der Gründung eines welfischen Königtums. Und mehr noch: Der Chronist Helmold von Bosau: feierte den Friedenskaiser mit den prägnanten Worten »In den Tagen Lothars begann ein neues Licht zu leuchten: nicht nur in Sachsen, sondern im ganzen weiten Reiche herrschten Ruhe und Frieden«. Und um Frieden muss es uns ganz aktuell und mit allen Kräften wieder gehen im Kampf um das NIE WIEDER! Auch daran erinnert der Vortrag mit Blick in die Geschichte vor 900 Jahren.
Prof. Biegel wird in Begleitung von Frau Dr. Klein auch an der Nagelkreuzandacht in der Martinskirche teilnehmen, die Henning Menzel gemeinsam mit Mitgliedern des internationalen Workcamps gestalten wird.
Ein kleiner Imbiss und Getränke stehen nach der Andacht bereit.
Noch einmal Geschichten „Ut den olen Siwershusen“
Im vergangenen November erlebte der Arbeitskreis Ortsgeschichte zu den Geschichte aus dem alten Sievershausen einen Andrang, wie es ihn bei seinen Veranstaltungen im Antikriegshaus dann doch noch nicht gegeben hatte. Darum lädt der Arbeitskreis am Sonntag, 22. Februar um 16 Uhr noch einmal zu einem Nachmittag voller Erinnerungen mit Geschichten „Ut den olen Siwershusen“ in das Antikriegshaus ein. So erhalten Interessierte, die seinerzeit nicht mehr in das prallgefüllte Haus passten, aber auch jene, die einen schlechten Platz abbekommen hatten oder sich ganz einfach noch einmal das Vergnügen gönnen möchten, noch einmal Gelegenheit, sich z.B. die Tondiaschau von 1962 „Ein Gang durch Sievershausen“ vom ehemaligen Schulleiter Dierk-Focken Möller, in der das Dorf im Stil jener Zeit liebevoll und einprägsam vorgestellt wird, anzusehen. In den Geschichten drumherum kommen in Originalaufnahmen und Zitaten alte Sievershäuser und Sievershäuserinnen zu Wort, u.a. aus der plattdeutschen Runde bei Irmgard und Otto Santelmann. Noch einmal wird die Möglichkeit geboten, tief in Abgründiges aus altern Zeiten einzutauschen, das man so an diesem idyllischen Fleckchen Erde nicht erwartet hätte. Dazu gehört auch die berühmt-berüchtigte „Bockraufe“.
Für ein gemütliches Beisammensein stehen wieder Kuchen, Kaffee und Tee bereit.
Sonntag, 3. März 2024, 16 Uhr
Wiederholung des Einführungsvortrages zur Ausstellung Ein Dorf im Gleichschritt - Sievershausen 1933-1945

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte hatte für das Jahr 2023 eine dreiteilige Vortragsreihe erarbeitet, die sich mit der Zeit von 1933 bis 1945 auseinandersetzte und nach dem 3. Vortrag mit der Ausstellungseröffnung „Ein Dorf im Gleichschritt“ endete. Diese Ausstellung ist noch bis auf weiteres im Ortsgeschichtlichen Raum des Antikriegshauses zu sehen.
Die Vortragsreihe stieß auf großes Interesse. Auf vielfachen Wunsch wird nun der 3. Vortrag vom 03.11.2023 über das Leben in Sievershausen in der Zeit des Nationalsozialismus von Giesela Schulz mit Unterstützung von Thomas Duntsch mit vielen Zeitzeugenberichten am Sonntag, 3. März um 16.00 Uhr im Antikriegshaus wiederholt.
Bei dieser Veranstaltung gibt es noch ein zusätzliches Highlight. Weil viele Menschen, nicht nur aus Sievershausen, großes Interesse an den drei Vortragstexten aus der Veranstaltungsreihe bekundet haben, veröffentlicht der Arbeitskreis Ortsgeschichte, dankenswerterweise großzügig unterstützt von der Stadt Lehrte, der Volksbank und dem Ortsrat Sievershausen, ein knapp hundertseitiges Buch mit eben diesen Vortragstexten und vielen Fotos und Grafiken aus dieser Zeit. Dieses Werk stellen wir noch druckfrisch am 3. März vor und laden herzlich dazu ein.