Menschen auf der Flucht

EINE AUSSTELLUNG von
MAGNUM PHOTO und AMNESTY INTERNATIONAL

10. Dezember 2017 bis 14. Januar 2018

Eröffnung: Sonntag, 10. Dezember 16.00 Uhr im Antikriegshaus Sievershausen durch Franziska Wolter und Achim Barczok (AI)
Begleitung: Hassan Mahmoud und Farah Wardeh mit klassischer arabischer Musik

Menschen auf der Flucht“ – hinter diesen Worten verbergen sich die Schicksale von über 65 Millionen Menschen. Denn hinter den Worten und Zahlen stecken Menschen wie du und ich. Die Fotografien dieser Ausstellung gestatten uns einen Einblick in einige der Geschichten von geflüchteten Menschen. Wir erfahren etwas darüber, was es heißt, auf der Flucht zu sein; Bedrohung, gesellschaftlicher Umwälzung und Tod zu begegnen und gezwungen zu sein, das eigene Zuhause zu verlassen, um einen sicheren Ort zu suchen.

Große Fluchtbewegungen sind nichts Neues. Die Ausstellung umfasst 70 Jahre und geht zurück bis zum Zweiten Weltkrieg – eine Zeit massiver Vertreibungen. Damals wie heute haben Fotografinnen und Fotografen vor Ort die Ereignisse dokumentiert. Die Bilder der renommierten Fotoagentur Magnum zeigen, dass Flucht ein Thema ist, das viele Fotografinnen und Fotografen im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte wiederholt zum Gegenstand ihrer Arbeit machten.

 

"Moshes zweites Leben" beeindruckte Zuschauer*Innen im Antikriegshaus

  Zur Eröffnung der Friedensdekade zeigte die Theaterinitiative Bühnensturm im Antikriegshaus das Stück "Moshes zweites Leben". Das Stück handelt von zwei jungen jüdischen Überlebenden der NS-Vernichtungspolitik, die nach der Befreiung des Lagers Bergen-Belsen im Krankenbereich der Briten mit der sie betreuenden Krankenschwester ihren Leidensweg aufarbeiten. Es beruht auf Interviews mit Josef Dreilinger und Moshe Oster, die 2000 und 2006 für die Gedenkstätte Bergen-Belsen geführt wurden, als die beiden schon über 70 Jahre alt waren, aber voller lebendiger Erinnerungen. mehr

AGDF: Die Arbeit für den Frieden ist eine bleibende Aufgabe aus dem Reformationsjubiläum

Beim Reformationsjubiläum ist es nach Ansicht der AGDF-Vorsitzenden Christine Busch gelungen, die Freiheit eines Christenmenschen, die Verantwortung in Kirche und Gesellschaft, aber auch ökumenische Verbundenheit in versöhnter Verschiedenheit neu zu entfalten. Eine bleibende und auch zu verstärkende Aufgabe ist nach Ansicht der AGDF-Vorsitzenden die weitere Arbeit für den Frieden. Die 14 Impulse, die die AGDF im Jahr des Reformationsjubiläums immer wieder herausgegeben hatte, seien dabei wichtige Anregungen, ist Christine Busch überzeugt. mehr

 

Hohe Auszeichnung:

Bundesverdienstkreuz für AMICA-Vorsitzende Dr. Gabriele Michel

Die Vorstandsvorsitzende von AMICA e.V., Frau Dr. Gabriele Michel, wurde am 4. Oktober im Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Sie erhielt diese Ehrung für ihr langjähriges Engagement für Menschenrechte und ihren ehrenamtlichen Einsatz für psychosoziale Unterstützung von Frauen und Mädchen, die in Krisen- und Kriegsgebieten leben.

Ihr Ehrenamt führte sie in die Welt hinaus: Für AMICA e.V. bereiste Gabriele Michel Libyen, die besetzten palästinensischen Gebiete, Jordanien und Ägypten. Seit 1995 ist sie ehrenamtlich bei AMICA e.V. aktiv. 2009 wurde sie in den Vorstand gewählt, in dem sie seit 2013 den Vorsitz innehat. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen erfolgt nach dem Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“, in vielen Ländern wurden Beratungsstellen für Frauen und Mädchen mit traumatischen Erfahrungen aufgebaut. Als Journalistin nutzt Gabriele Michel zudem ihre Kontakte zu den Medien, um beharrlich auf die oft schwierige Lage von Frauen in vielen Kriegs- und Krisenregionen hinzuweisen.

AMICA e.V. hat 2016 den Friedenspreis „Sievershäuser Ermutigung“ erhalten. Wir freuen uns, dass dieser Auszeichnung jetzt eine weitere gefolgt ist.

Martin Luther – Lob des Friedens und Anfälligkeit für Gewalt

Bericht zur Veranstaltung im Antikriegshaus

Nachdem Johann Christoph Emmelius im Juni über den Friedensfreund Erasmus von Rotterdam referiert hat, hat er sich nun Martin Luther gewidmet. Dabei hat er Luther eine gewisse Fremdheit unterstellt, ihn sogar als Ärgernis gesehen, was den Bereich Krieg und Frieden betrifft.

Luther hat durchaus den großen Wert des Friedens hervorgehoben. Der Alltag eines jeden Menschen ist dadurch bestimmt, man denke nur an das „täglich Brot“, das in Kriegszeiten eben nicht gewährleistet ist. Frieden ist nicht alles, sagt Luther, aber ohne Frieden ist alles nichts.

Luthers Theoriegebäude von den zwei Regierweisen führt ihn allerdings schnell zu Widersprüchen. Mehr .....

Impuls der AGDF-Vorsitzenden Christine Busch zum Reformationsjubiläum

Das Recht, nach der Wahrheit zu suchen

1524 begannen im süddeutschen Raum Aufstände gegen die Ausbeutung der Bauern, angeführt von Männern, die sich auf Martin Luther und seine Theologie beriefen. „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan“: diese Erkenntnis der Freiheit des Glaubens weckte in den Bauern vor allem den Wunsch nach Gerechtigkeit und persönlicher Freiheit. Sie forderten ein konkretes Reformprogramm, wie es z.B. 1525 in den Memminger Zwölf Artikeln ausgerufen und mit 25.000 Exemplaren im ganzen Land verbreitet wurde, darunter die Forderung nach freier Pfarrerwahl, nach Abschaffung der Leibeigenschaft, des Zehnten und der Frondienste, und nach Freigabe von Jagd und Fischerei. Martin Luther zeigte sich zunächst offen gegenüber den Forderungen der Bauern. Er kritisierte den Hochmut der Herrschenden, die sich nicht bewegen ließen, in einer Ermahnung zum Frieden. Mehr....

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