AGDF enttäuscht über Friedenskundgebung der EKD-Synode
Enttäuscht hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) auf die Kundgebung der EKD-Synode „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ reagiert. Pressemitteilung lesen

Populismus - eine antidemokratische Versuchung

Vortrag und Diskussion mit Elvin Hülser, Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses

Freitag, 22. November, 19:30

Populistische Bewegungen und Parteien erhalten in den letzten Jahren enormen Zulauf, sei es in verschiedenen Ländern Europas oder auch in den USA. Während Deutschland lange Zeit immun gegenüber populistischen Strömungen zu sein schien, zeugen die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen, der Bundestagswahl und den Wahlen zum Europäischen Parlament, aber auch Phänomene wie die PEGIDA-Bewegung davon, dass insbesondere der Rechtspopulismus auch in Deutschland dabei ist, sich zu etablieren. In Polen und Ungarn machen sich autoritäre Regierungen an den Umbau demokratischer Institutionen und den Abbau liberaler Freiheiten, in vielen anderen Ländern Europas sind rechtspopulistische Parteien und Bewegungen an den Regierungen beteiligt oder zumindest eine einflussreiche politische Größe geworden.

Populistische Akteure nehmen für sich in Anspruch, im Namen des Volkes zu sprechen und zu handeln. Demokratische Aushandlungsprozesse, politische Kompromisse, Toleranz und Schutz von Minderheiten und Individuen im Rahmen eines gewaltenteilig organisierten Rechtsstaats sind in diesem Verständnis letztlich unnötig.
Die Absolutheit der eigenen (Vertretungs-)Ansprüche, die daraus folgende Verachtung für die Regeln und Ausgleichsmechanismen der Demokratie, die Missachtung rechtstaatlicher Prinzipien machen den Populismus zu einer antidemokratischen, autoritären Versuchung in Zeiten, in denen viele Menschen verunsichert sind.

ZUKUNFT SÄEN

WER ERNÄHRT DIE WELT VON MORGEN?

Zeitgleich zu der Afrika-Veranstaltung mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundes-
ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Maria Flachsbarth wurde im Antikriegshaus eine neue Ausstellung präsentiert, die Zusammenhänge zwischen dem Hunger in der Welt, kleinbäuerlicher Landwirtschaft im Globalen Süden und Agrarökologie aufzeigt. Neben der Vorstellung kleinbäuerlicher Lösungsansätze vermittelt die Ausstellung auch konkrete Handlungs­ansätze.

Die Ausstellung erlebt hier ihre Premiere und ist im Antikriegshaus in Sievershausen zu den üblichen Öffnungszeiten dienstags und freitags sowie nach Vereinbarung bis Ende November zu sehen.

Sonntag, 10. November 2019: Eröffnung der ökumenischen FriedensDekade 2019  "friedensklima"

14:30 Gottesdienst mit dem Team des Nagelkreuzzentrums (im Gemeindesaal)

Mit dem Motto „friedensklima“ wird zum einen auf die Zusammenhänge des bereits eingetretenen Klimawandels und dessen Konsequenzen für den Frieden aufmerksam gemacht, zum anderen wirft das Motto die Frage nach dem zunehmenden Mangel an Mitmenschlichkeit und Empathie in der Gesellschaft auf. 

16:00: Friedensklima - Fridays For Future Lehrte- Forderungen für eine klimagerechte Zukunft (im Antikriegshaus)

Innerhalb eines Jahres hat sich aus einem Schulstreik für das Klima in Schweden eine weltweite Protestbewegung junger Menschen entwickelt, die sich unter dem Namen „Fridays For Future“ für eine Politik einsetzt, die ernsthaft die Erreichung des 1,5°C-Ziels anstrebt, um die Überschreitung von Kipppunkten im Klimasystem zu verhindern. Fridays For Future erfährt zur Zeit viel Aufmerksamkeit und Unterstützung auch aus anderen gesellschaftlichen Bereichen und Generationen, ist aber auch immer wieder Ziel politischer Kritik und verbaler Angriffe. Wir begrüßen Vertreterinnen und Vertreter von Fridays For Future Lehrte im Antikriegshaus Sievershausen und hoffen auf reges Interesse aller Generationen an dem Austausch mit den engagierten jungen Menschen aus unserer Nachbarschaft.

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