DankMal

DankMal

DankMalDas DankMal hat die Form eines Torbogens, der auf dem südlichen Zuweg zum Antikriegshaus durchschritten wird. Der Torbogen wurde von der Künstlerin Margot Garutti entworfen und am 2. September 1989 eingeweiht.

Das DankMal steht als Symbol für den Schutz und die Rettung Verfolgter während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Es will die Erinnerung an diejenigen Menschen wachhalten, die – oft unter Einsatz oder Gefährdung ihres eigenen Lebens – Verfolgten geholfen haben: Versteck gewährt, Unterkunft geboten, eine neue Identität verschafft, zur Flucht verholfen oder Fürsprache für sie eingelegt haben. Viele Menschen, die in dieser Weise Menschlichkeit gelebt haben, sind bekannt; viele werden aber auch für immer ungenannt und unbekannt bleiben. Der Weg durch den Torbogen ist Erinnerung und Dank zugleich.

DankMal-TafelWoran das DankMal erinnert

Ein Beispiel: Belgien während der deutschen Besetzung im zweiten Weltkrieg. Seine von der nationalsozialistischen Judenverfolgung bedrohten Eltern geben den jüdischen Jungen Joseph Bernstein  mit sieben Jahren an eine befreundete adlige Familie, um ihn zu schützen. Diese sieht sich genötigt, ihn in dem Internat des katholischen Priesters Pater Bims unterzubringen, wo er mit etwa 20 anderen jüdischen Jungen die Verfolgungszeit überlebt. Die Rettergestalten in dieser Geschichte sind die Apothekerin Mademoiselle Marcelle, die für die jüdischen Jungen gefälschte Ausweispapiere beschafft; Pater Bims, der die jüdischen Jungen nach außen als katholisch ausgibt, insgeheim den Joseph aber in der Religion seiner Eltern unterweist und in einer unterirdischen Krypta jüdische Kulturgüter und Kultgegenstände aufbewahrt, um die jüdische Religion durch die Shoa hindurch zu erhalten; Rettergestalt am Rande auch ein deutscher Offizier, der bei einer Razzia die Jungen unter der Dusche antrifft und als Juden identifiziert, die Sache aber vor seinen Soldaten verschweigt und nicht weiter verfolgt. Nach Mademoiselle Marcelle wird eine Straße benannt, Pater Bims wird in Israel als „Gerechter unter den Nationen“ geehrt.