Impuls der AGDF-Vorsitzenden Christine Busch zum Reformationsjubiläum

Das Recht, nach der Wahrheit zu suchen

1524 begannen im süddeutschen Raum Aufstände gegen die Ausbeutung der Bauern, angeführt von Männern, die sich auf Martin Luther und seine Theologie beriefen. „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan“: diese Erkenntnis der Freiheit des Glaubens weckte in den Bauern vor allem den Wunsch nach Gerechtigkeit und persönlicher Freiheit. Sie forderten ein konkretes Reformprogramm, wie es z.B. 1525 in den Memminger Zwölf Artikeln ausgerufen und mit 25.000 Exemplaren im ganzen Land verbreitet wurde, darunter die Forderung nach freier Pfarrerwahl, nach Abschaffung der Leibeigenschaft, des Zehnten und der Frondienste, und nach Freigabe von Jagd und Fischerei. Martin Luther zeigte sich zunächst offen gegenüber den Forderungen der Bauern. Er kritisierte den Hochmut der Herrschenden, die sich nicht bewegen ließen, in einer Ermahnung zum Frieden. Mehr....